Geldmengenausweitung – Die unsichtbare Steuer, die deinen Geldbeutel leert

1. Einleitung: Das Rätsel der Liquidität
Eine der mächtigsten und am wenigsten verstandenen Ursachen von Inflation ist die Geldmengenausweitung. Indem mehr Geld geschaffen wird, ohne dass mehr Waren produziert werden, sinkt der Wert jeder Währungseinheit.
2. Was ist die Geldmenge? M1, M2, M3
M1: Das sofort verfügbare Geld
Bargeld im Umlauf und Sichteinlagen (Girokonten).
M2: Das Liquiditätspolster
M1 plus kurzfristige Termineinlagen und Spareinlagen mit kurzer Kündigungsfrist.
M3: Die gesamte Liquidität
M2 plus sehr kurzfristige Finanzinstrumente. Von der EZB als wichtiger Indikator betrachtet.
3. Wie Geld entsteht
Zentralbank (EZB): Basisgeld
Über Anleihekäufe (Quantitative Easing) schreibt die EZB Geschäftsbanken neue digitale Gutschriften gut und erhöht so die Liquidität.
Geschäftsbanken: Kreditgeldschöpfung
Der Großteil von M1/M2 entsteht, wenn Banken Kredite vergeben und den Betrag dem Konto gutschreiben.
4. Geldmenge → Inflation
Bleibt das Güterangebot gleich und steigt die Geldmenge stark, muss der Wert jeder Einheit sinken. Oft zuerst in Assets, später in Konsumgütern — die Folge ist Kaufkraftverlust für Sparer und Lohnempfänger.
5. Fazit
Die Geldmengenausweitung ist ein Basis-Treiber. MeineInflation misst die Auswirkung auf deinen Warenkorb — die offizielle Statistik betrachtet den Durchschnitt.
Kein Konto notwendig.